Glasfasernetz in Heroldstatt geht in Betrieb
Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der 9. Heroldstatter Leistungs- und Verkaufsschau fiel am 25. April 2026 in der Berghalle der Startschuss für die Vorstellung örtlicher Gewerbebetriebe vor einem breiten Publikum. Gleichzeitig wurde mit der offiziellen Inbetriebnahme der neu errichteten Breitbandinfrastruktur durch den künftigen Netzbetreiber, die NetCom BW GmbH, ein weiterer Meilenstein für die Gemeinde gesetzt: Das Glasfasernetz ist nun aktiv und damit hält auch das Highspeed-Internet Einzug in Heroldstatt. Das Netz wurde im Zuge des geförderten Ausbaus in bislang unterversorgten Bereichen – den sogenannten „Weißen Flecken“ – realisiert und bildet zugleich den Auftakt für den weiteren flächendeckenden Ausbau, der in der Gemeinde bereits angelaufen ist. Am 27. April 2026 findet dann die Netzübergabe statt.
Mit einem gemeinsamen symbolischen Druck auf den Buzzer wurde die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes offiziell vollzogen. Bürgermeister Michael Weber begrüßte hierzu neben zahlreichen Heroldstatter Firmeninhabern auch Gäste aus Politik, Verwaltung und Projektumfeld. Unter den Anwesenden waren Landrat Heiner Scheffold, Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer sowie Unternehmenspräsident Thomas Bürkle. Darüber hinaus nahmen Vertreter des Netzbetreibers NetCom BW GmbH, der beteiligten Planungs- und Bauunternehmen GEO DATA GmbH bzw. alb-elektric Huber GmbH und der OEW Breitband GmbH, die den weiteren Ausbau der Breitbandinfrastruktur in der Gemeinde vorantreibt, an der Veranstaltung teil.
„Mit dem heutigen Tag schaffen wir eine wichtige Grundlage für die Zukunft von Heroldstatt. Der Breitbandausbau ist eine gewaltige Infrastrukturleistung, die unseren Kreis digital nach vorne bringt. Und sie ist nötig – denn schnelles Internet ist heute keine Kür mehr, sondern Teil der Daseinsvorsorge und insbesondere für die Unternehmen ein entscheidender Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum“, betonte Landrat Scheffold.
Bürgermeister Weber hob den erfolgreichen Abschluss dieses – nach dem kommunal gebauten Glasfaser-Backbone – zweiten Glasfaserprojekts hervor:
„Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam mit unseren Gewerbetreibenden diesen wichtigen Schritt feiern können. In umfangreichen Trassen- und Verlegearbeiten wurden rund 55.500 Meter Glasfaser und 14.400 Meter Leerrohre unter die Erde gebracht und 190 leistungsfähige Hausanschlüsse erstellt. Besonders erfreulich ist, dass auf Grundlage der vorhandenen Bestandsinfrastruktur bereits im Vorfeld rund 40 Produktverträge bei der NetCom BW abgeschlossen wurden. Die entsprechenden Anschlüsse können nun auch aktiviert und die gebuchten Dienste damit ab sofort genutzt werden.
Neben dem Netzausbau konnten auch zahlreiche Gehwege erneuert werden. Das zeigt, dass Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung immer auch eine Chance sind, mehrere Aspekte der Ortsentwicklung sinnvoll miteinander zu verbinden.“
Weiter bedankte er sich beim Landrat Heiner Scheffold für seinen persönlichen Einsatz und die hervorragende Breitbandkoordination im Alb-Donau-Kreis sowie bei den planenden und bauausführenden Akteuren für das gute Miteinander. Und nicht zuletzt galt sein Dank Bund und Land Baden-Württemberg für die Förderung. Die Gesamtkosten für die Planung und den Bau der Breitbandinfrastruktur betrugen rund 4,2 Millionen Euro. Im Rahmen des sogenannten Weiße-Flecken-Programms übernehmen Bund und Land 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Den verbleibenden Eigenanteil von rund zehn Prozent trägt die Kommune selbst.
Ausbau der Grauen Flecken durch die OEW Breitband GmbH bereits begonnen
Um in der Gemeinde Heroldstatt und ihren Ortsteilen möglichst flächendeckend eine den modernen Anforderungen entsprechende Breitbandversorgung zu erreichen, werden auch die im Rahmen eines Markterkundungserfahren ermittelten Grauen Flecken erschlossen – also Gebiete mit Bandbreiten zwischen 30 Mbit/s und 200 Mbits/s.
Den Auftakt für diesen nächsten Ausbauschritt durch die OEW Breitband bildete der symbolische Spatenstich Ende September vergangenen Jahres in der Gemeinde Berghülen. Zu diesem Großprojekt im Alb-Donau-Kreis gehört neben weiteren Gemeinden auch Heroldstatt.
Für die Planung und den Bau der digitalen Infrastruktur der Grauen Flecken wurde das Unternehmen Walter Bauer GmbH & Co. KG beauftragt. Das Projekt wird im Rahmen des Graue-Flecken-Förderprogramms durch Bund und Land kofinanziert: 50 Prozent der Gesamtkosten übernimmt der Bund, weitere 40 Prozent das Land Baden-Württemberg. Die verbleibenden zehn Prozent trägt die OEW Breitband GmbH.
In den Gemeinden Berghülen und Heroldstatt haben die ersten Tiefbauarbeiten bereits begonnen. Während die Bauaktivitäten zunächst in Berghülen gestartet sind, werden die Arbeiten stufenweise auf Heroldstatt ausgeweitet im Anschluss an die Ausführungsplanung. Der Baustart in Heroldstatt ist nach aktuellem Stand für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Um Synergien bestmöglich zu nutzen, fanden und finden in den Ortsteilen Sontheim und Ennabeuren bereits Mitverlegungsarbeiten statt.
Mit dem nun gestarteten Ausbauprogramm rückt eine flächendeckende Glasfaserversorgung in Heroldstatt weiter in greifbare Nähe: Insgesamt sollen rund 870 weitere Hausanschlüsse hergestellt werden und künftig von leistungsfähigem Gigabitinternet, bereitgestellt von der NetCom BW als Netzbetreiber, profitieren.





