Neujahrsempfang 2026 in Heroldstatt in der Berghalle
Rund 300 Gäste stoßen beim Neujahrsempfang der Gemeinde Heroldstatt auf 2026 an und hören auch besinnliche Worte
Von Hansjörg Steidle
Heroldstatt – Musik durch die Trachtenkapelle Ennabeuren, geistliche Worte zum Jahresbeginn, Anstoßen auf 2026, ein Neujahrsgruß des Bürgermeisters mit einem Rück- und Ausblick sowie Gespräche und ein Gedankenaustausch an den Tischen: Dies und Ehrungen verdienter Bürger wie auch eine nette Liedeinlage von Jungen und Mädchen des Kinderhauses machten den Neujahrsempfang der Gemeinde Heroldstatt aus. Dieser war am Sonntag mit rund 300 Gästen gut besucht.
Mit konzertanten wie stimmungsvollen Weisen eröffnete die Albvereins-Trachtenkapelle Ennabeuren unter der Leitung von Michael Röcker den Neujahrsempfang, ehe Bürgermeister Michael Weber das Wort ergriff und die Bürgerinnen und Bürger Heroldstatts willkommen hieß, allen voran Ehrenbürger Karl Ogger. Der Heroldstatter Rathauschef übergab das Wort sogleich an Pfarrerin Irmela Burkowitz und Marienschwester Rita Fleck, denn ein geistliches Wort und eine Frohe Botschaft im ökumenischen Geiste sollten das neue Jahr und den Neujahrsempfang einleiten.
Pfarrerin Irmela Burkowitz stellte die Jahreslosung 2026 „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ aus der Offenbarung des Johannes in den Mittelpunkt ihrer Predigt und erläuterte, dass Gott möchte, dass „wir nicht Verletzungen, Kränkungen, Streit, Gewalt und Konflikte mit ins neue Jahr nehmen“. Er möchte mit den Menschen einen Neubeginn ohne Geschrei, Krieg, Gewalt und Neid wagen. Gott möchte vor allem Hoffnung machen und daran erinnern, dass Erneuerungen und Veränderungen hin zu einem besseren Leben mit seiner Hilfe möglich seien. Es lohne sich, mit Mut, Zuversicht und Hoffnung auf Positives ins neue Jahr zu schreiten. In Anlehnung an eine Geschichte aus China meinte Pfarrerin Irmela Burkowitz, „es sei gut, seine Hand in die Hand Gottes zu legen.“ Sie wünschte allen Menschen einen Mut machenden Engel für jeden Tag. Mit Fürbitten für das Wohlergehen der Menschheit und für ein gutes Miteinander in der Gemeinde sowie einem irischen Segensgebet endete die geistliche Einführung ins neue Jahr.
Die Gläser waren nach den besinnlichen Worten gefüllt und die Versammelten dürften dann auf das neue Jahr anstoßen und sich gegenseitig ein gesundes, erfolgreiches und vor allem zufriedenes Jahr 2026 wünschen. „Prosit Neujahr“ hieß es in der Halle und Bürgermeister Michael Weber blickte auf die vergangenen Monate zurück. Er sprach von „wahrlich keinen einfachen Zeiten“ mit Blick auf die Welt- wie Bundes- und Landespolitik.
In eine Schieflage seien die kommunalen Finanzen vielerorts geraten, so dass selbst Pflichtaufgaben kaum noch zu erfüllen seien, meinte Weber und verwies auf die von ihm herausgegebene Broschüre zur Gemeindeentwicklung „Heroldstatt 2025 – ein gutes Stück geschafft“ mit vielen Daten und Fakten zur Haushaltslage Heroldstatts.
„Heroldstatt steht finanziell vergleichsweise stabil da“, betonte Weber und sprach von einem ausgeglichenen Haushalt. Heroldstatt gehöre in Baden-Württemberg zu dem Drittel an Gemeinden, die dies noch geschafft haben. Die „gigantische Summe von 21 Millionen Euro habe die Gemeinde in die Zukunft investiert und dabei zehn Millionen Euro an Zuschüssen erhalten, ergänzte Weber mit etwas Stolz und meinte, Heroldstatt könne mit dem Sondervermögen des Bundes die Investitionskredite vollständig zurückzahlen.
Heroldstatt bewahre seine Lebensqualität für die nächste Generation, unterstrich der Rathauschef und nannte dafür beispielhaft die Sanierungen der historischen Ortskerne in Ennabeuren wie in Sontheim. In Ennabeuren bestehe zudem in einem Café wieder die Gelegenheit einzukehren, sich zu treffen und gesellig beieinander zu sein und in Sontheim dürften sich die Kinder in der Grünanlage zum Spielen freuen. Dazu präsentierte das Rathausteam zwei eindrucksvolle Videos im Zeitraffer zu den umfangreichen Sanierungsarbeiten.
Im weiteren Teil seiner Neujahresrede ging Bürgermeister Weber auf die im Herbst 2026 beginnenden Sanierungsarbeiten an der Berghalle ein, denn die Heizung und Lüftung müsse ausgetauscht, die Wasserleitungen ertüchtigt und der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht werden. „So bleibt unsere Berghalle auch für die Zukunft erhalten, was richtig und wichtig ist“, erklärte Weber, denn „sie ist ein Ort, wo wir uns versammeln können, wo wir proben und feiern.“ Sehr froh sei er dabei, dass die Sanierung der Berghalle durch die Einnahmen aus der Windpacht finanziert werden könne.
Als Fundament der Dorfgemeinschaft sah Michael Weber die engagierten Menschen in den Vereinen, Kirchen und Organisationen. „Viele Bürger tragen zu einer sehr guten Gemeinschaft bei. Ihr Einsatz und ihr Engagement ist eine wertvolle Grundlage für das Gemeinwohl, ja ein großer Schatz“, betonte der Bürgermeister und erklärte: „Menschen, die bereit sind, sich für die Gemeinschaft einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen, verdienen unsere höchste Anerkennung und Wertschätzung.“ Er leitete dann zu zahlreichen Ehrungen über, die Bestandteil des Neujahrsempfangs waren. An erster Stelle stand dabei die Verleihung der Ehrenmedaille in Silber der Gemeinde Heroldstatt an Horst Bongscho und Rudolf Heilig für ihren großartigen Einsatz für die Bürger Heroldstatts.
Bei einer netten Liedeinlage sangen gut 50 Jungen und Mädchen und einige Erzieherinnen des Kinderhauses von einem „neuen Jahr und neuen Glück“ und zündeten abschließend zur Überraschung der Gäste zwei Konfetti-Kanonen. Schön gemalte Bilder zu den zwölf Monaten des Jahres zierten dabei die Bühne der Berghalle. Weitere Musikstücke trug die Trachtenkapelle Ennabeuren gekonnt vor und Mitglieder der Chorgemeinschaft Heroldstatt servierten zur Stärkung der Gäste ein Weißwurstfrühstück und weitere Speisen. Mit einem Gedankenaustausch und lebhaften Gesprächen an den Tischen endete ein schöner Neujahrsempfang. (Weiterer Bericht zu den Ehrungen folgt)








